Das Kunstprojekt


Interaktives Memorial für die Zukunft

Was bleibt von einem Ort, der verschwindet?

Das Kunstprojekt «Rot-weisse Insel» wählt einen partizipativen Ansatz, um dieser Frage nachzugehen. Es lädt alle Interessierten ein, beim interaktiven Memorial eines zukünftigen Ortes der Vergangenheit mitzumachen – und damit eine neue Form des Nachdenkens über einen Ort und seine Veränderung zu ermöglichen.

In spätestens 10 bis 15 Jahren muss die Insel mit der Pfadi-Hütte «Rot-weisse Insel» südlich der Augutbrücke bei Muri BE der Aare weichen. Der Fluss wird im Rahmen des Hochwasserschutz-Projekts «Aarewasser» mehr Raum bekommen. Damit geht ein Ort verloren, an dem Generationen von Wölfen ihre ersten Abenteuer erlebten und der auch bei Nicht-Pfadfindern beliebt ist. Während der Ausstellung «Kunst am Wasser» ist am Uferweg vor der Insel ein Gedenkstein der Zukunft zu entdecken. Wird der darin eingearbeitete Quick-Response-Code mit einem mit dem passenden Reader ausgerüsteten Handy abgelesen, lernt man den virtuellen Anhang des Steins kennen.

Der Stein und der Blog bilden zusammen ein interaktives Memorial eines zukünftigen Ortes der Vergangenheit. Sie fordern dazu auf, sich auf die Suche nach diesem bald verlorenen Ort zu machen. Was wird in Zukunft von der Existenz dieses Ortes zeugen? Welche Spuren werden bleiben? Woran werden wir uns erinnern, wenn dort, wo heute die «Rot-weisse Insel» steht, das Aarewasser strömt? Werden wir uns erinnern?

Nach der Renaturierung soll der Stein mit seinem virtuellen Anhang als Memorial eines verschwundenen Ortes am Aareufer erneut Platz finden.